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Blog: IoT, Ausgabe 2, Juli 2018

Die Vision des IoT resultiert aus dem Fortschritt der Mikroelektronik, Kommunikationstechnik und der Informationstechnologie. Immer mehr Elektronikkomponenten und Kommunikationsmodule finden sich in Gegenständen des täglichen Gebrauchs wieder. Sogar in Objekten, welche nicht unmittelbar als elektronische Geräte deklariert werden. An dieser Stelle rückt die Aussage aus den 90-iger Jahren von Mark Weiser in den Vordergrund: „mit Ubiquitous Computing lässt sich eine umfassende Informatisierung und Vernetzung der Welt durch viele Gegenstände in greifbare Nähe bringen.“ Der Austausch von Informationen steht nicht allein im Vordergrund. Es ist vielmehr die Kommunikation von intelligenten Objekten. Diese Heranbildung bringt sowohl für die Wirtschaft als auch für das Privatleben eine Vielzahl an Chancen und Risiken.15

Die Experten des IEEE prognostizieren bis zum Jahr 2020, eine Vernetzung von über 100 Mrd. Gegenständen miteinander. Darunter fallen Smartphones, Maschinen, Fahrzeuge, Haustechnik, Kühlschränke, PC´s etc. Fachleute aus verschiedenen Branchen evaluieren das Internet der Dinge als milliardenschwerer Markt der Zukunft. Der ehemalige Cisco Präsident, Rob Lloyed, paginiert den Wert der Geschäftsmöglichkeiten im IoT auf 14 Billionen US-$. Der Professor Henning Kagermann, damaliger Vorstandsvorsitzender der SAP, artikulierte folgende Aussage: „Das Internet der Dinge ist Treiber der vierten industriellen Revolution“16. Kurz darauf äußerte sich ebenfalls das EU Parlament in einer Absichtserklärung, dass das IoT eine starke Veränderung im wirtschaftlichen und sozialen Umfeld darstellen wird.17

Als aussichtsreichste Einsatzgebiete werden folgende Branchen angesehen:

  • Gesundheitstelematik
  • Haus- oder Gebäudeautomation
  • Industrielle Produktion
  • Logistik

Die Logistik birgt die größte wirtschaftliche Bedeutung für Deutschland. Nicht nur ein großes Umsatzvolumen, sondern auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen hängen von der Logistikwirtschaft ab. Mittels des IoT können Transporte von Waren durch inner- und außerbetriebliche Netze gesteuert werden. Die logistischen Erzeugnisse finden selbstständig ihre Vorgänge und entscheiden über die günstigsten Abläufe und notwendigen Ressourcen. Die Steuerung dieser logistischen Prozesse funktioniert über einen drahtlosen Informationsaustausch von diversen Objekten. Die fein abgestimmten Mechanismen entlang der Wertschöpfungskette, können durch die vernetzten Strukturen optimiert werden. Vor allem die Logistikbranche erlitt in der Vergangenheit häufig Verluste durch fehlerhafte Datenübertragungen o.ä.18

 Die Fachwelt spricht seit einigen Jahren auch von „Industrie 4.0“. Zu bedenken ist jedoch, dass das Internet der Dinge in der Industrie 4.0 mit inkludiert ist. Daher kommt es im industriellen Bereich zu einer starken Kollision.19

Ein weiteres Gebiet ist die Gesundheitstelematik. Hier werden Patientendaten erfasst und in die gewohnte Wohnumgebung weitergeleitet. Durch diese Vereinfachung sollen die Lebensqualität der Patienten erhöht werden. Außerdem kann das Gesundheitswesen entlastet und die Kosten für diverse Klinikaufenthalte drastisch gesenkt werden.20

Die Haus- oder Gebäudeautomation ist auch als „smart home“ oder Heimautomatisierung bekannt. Verschiedene Geräte werden miteinander vernetzt und durch die Leitzentrale (TV oder PC) gesteuert. Dieses Anwendungsszenario lässt sich auch auf die Gebäudeautomatisierung über-tragen. Hier werden ganze Verwaltungs- und Geschäftsgebäude miteinander verbunden. Darunter fällt z.B. die Durchführung von Zugangskontrollen, komfortable Zugriff auf technische Betriebsdaten oder individuelle Anpassungen von Arbeitsumgebungen.

Anschließend ist die industrielle Produktion noch zu erwähnen. Die Produktionsverfahren in der Praxis charakterisieren sich als äußerst komplex und umfangreich. Daher ist eine Prozessoptimierung und Überwachung eine signifikante Destination. Das Internet der Dinge bietet sich als smarte Vernetzung innerhalb der verschiedenen Produktionsanlagen. Dadurch können mögliche Engpässe und Fehler rechtzeitig erkannt und vermieden werden.21 „Im Mittelpunkt stehen die drahtlose Kommunikation zur Steuerung von Anlagen und Maschinen sowie die Vernetzung von Sensoren und Aktoren“.22

Die Ergebnisse meiner Zusammenfassung stammen aus der „Developer Week“ Befragung, wo hierfür 400 Softwareentwickler zu verschiedenen Aspekten des IoT befragt wurden.

In der nächsten Ausgabe beschäftigten wir uns näher mit dem Datenschutz im IoT. Über Ihre Meinungen oder ideenreiche Diskussionen sowie Kritik – freue ich mich sehr!

Bis bald und herzliche Grüße aus Frankfurt!

 

 

Portrait

Daniel Joseph

Practice Lead Germany
Technology, Data, Digital, Strategy & Change

Morgan Philips Executive Search Germany

 

 

 

14 Vgl. ebenda, S. 14
15 Andelfinger/ Hänisch, 2015, S. 9
16 Vgl. ebenda, S. 9 ff.
17 Kaufmann, 2015, S. 26
18 Vgl. ebenda, S. 1
19 Vgl. Brand et al., 2009, S. 19,
20 Vgl. Ebenda, S. 19
21 Vgl. Ebenda, S. 19
22 Ebenda, S. 19

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