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„Es wird in wenigen Jahrzehnten kaum mehr Industrieprodukte geben, in welche die Computer nicht hineingewoben sind.“ Karl Steinbuch, 1966

 

Blog: IoT, Ausgabe 1, Juni 2018

Das digitale Zeitalter führt die Thematik des IoT immer stärker in den Vordergrund. Intelligente Geräte können bereits denken, mit der Tendenz nach oben. Diese faszinierende Funktion beruht auf die Entwicklung von Mikroelektronik, Kommunikationstechnik und Informationstechnologien. Sowohl in der Industrie als auch im Alltag lassen sich bereits Gegenstände und Maschinen miteinander vernetzen.

1 Die Vision darin ist, den Objekten durch das Internet, eine Art eigenes Leben zu erteilen. Der Unternehmer und Forscher David Rose am MIT, spricht von „enchanted objects“. Die Gegenstände sollen über ihren profanen Gebrauch hinauswachsen und das Leben erleichtern. 2 Diese sogenannte digitale Aufrüstung, ermöglicht eine Vielzahl an Chancen in jeglichen Komplexen. Der substanzielle Mehrwehrt des IoT birgt jedoch auch Risiken und Herausforderungen. 3 An dieser Stelle lässt sich die Zielsetzung des vorliegenden Artikels ansetzen. Der Datenschutz stellt in der ausformulierten Thematik eine signifikante Destination dar. Durch die beständige Vernetzung und Kommunikation der Objekte, werden ebenfalls sensible Daten ausgetauscht. Diese Problematik stellt sowohl für die Hersteller, Nutzer als auch auf politischer Ebene eine Herausforderung dar. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit der Thematik des Datenschutzes in Bezug auf das IoT. Es werden mögliche Risiken beschrieben und entsprechende Lösungen aufgezeigt.

Durch die unmittelbare Vernetzung von unterschiedlichen Komponenten im Internet der Dinge, bieten sich diverse Okkasionen auf Vereinfachungen im Alltag. Sowohl lebenswichtige Funktionalitäten als auch die

Lebensqualität werden dadurch potenziert. Diese Möglichkeiten bergen jedoch Gefahren, welche nicht unterschätzt werden sollten. 5„Hier stellen insbesondere die Komplexität, Diversität und Schnelllebigkeit des IoT neue Herausforderungen an die Informationssicherheit“. 6 Der Datenschutz übernimmt hierbei eine signifikante Rolle innerhalb dieser Thematik. Um die genannten Herausforderungen jedoch näher erläutern zu können, sollte der Begriff „IoT“ dem Leser näher dargestellt werden.

Ende der 1990er Jahre wurde der Begriff „Internet of Things“ erstmalig von Forschern des Massachusetts Institute of Technology angewandt. Die damals entwickelten Sensor- und Identifikationstechnologien gehören bis heute noch zu den wichtigsten technischen Anwendungen der „Maschine-zu-Maschine-Kommunikation“. Damit wurde eine RFID-Infrastruktur entworfen. 7 Der Mitgründer des Instituts, Kevin Ashton, wurde im Jahr 2002 im „Forbes Magazin“ wie folgt zitiert: „we need an internet for things, a standardized way for computers to understand the real world“. 8Der Beitrag wurde erstmalig mit dem Begriff IoT versehen. Im selben Jahr tauchte der Begriff auch im Deutschen auf. 9Das Internet der Dinge stellt keine geschlossene Technologie dar. Daher lässt sich auch keine exakte bzw. anerkannte Begriffsdefinition finden. Vor allem im angelsächsischen Raum hat sich der Begriff IoT noch nicht voll-ständig durchgesetzt. Als Synonyme finden sich daher die Begriffe „Ubiquitous Computing“ (UC) bzw. „Pervasive Computing“ (PC). Die beiden Begriffe werden nicht näher erläutert. 10 Das Internet der Dinge stellt ein breiteres Spektrum dar als das UC und PC. Sie umfassen die Ausstattung der Gegenstände mit technischer Logik und die Verarbeitung von Daten. 11 „Beim „Internet der Dinge“ jedoch spielt vor allem der Aspekt des autonomen Handelns unbelebter Dinge innerhalb eines Netzwerkes, eine entscheidende Rolle. Der Schritt vom „Ubiquitous Computing“ zum „Internet der Dinge“ markiert in diesem Kontext den Übergang von der „Umgebungswahrnehmung“ („Context Awareness“) zur „Umgebungsintelligenz“ („Ambient Intelligence“).“12

 

Das Internet der Dinge deckt u.a. folgende Perspektiven ab:

  • Einbettung: eine Vielzahl an Gegenständen werden mit dem Menschenleben vernetzt
  • Umgebungssensivität: technische Systeme und Gegenstände können den Nutzer wahrnehmen
  • Personalisierung: technische Systeme und Gegenstände können individuell angepasst werden
  • Adaptierbarkeit: technische Systeme und Gegenstände passen sich den gestellten Anforderungen an
  • Vorwegnahme: technische Systeme und Gegenstände können unter bestimmten Voraussetzungen, die Anforderungen des Nutzers vorausahnen 13

Als Adäquat lässt sich folgende Definition bzw. Beschreibung niederlegen:

„Das „Internet der Dinge“ ist Ausdruck einer tiefgreifenden Interaktion zwischen dem Menschen und technischen Systemen sowie von technischen Systemen untereinander, wobei die Systeme selbst in zunehmendem Maße mit technischer Intelligenz ausgestattet sind, die sie in bestimmtem Umfang zu eigenständigem Handeln befähigt“.14

In der nächsten Ausgabe beschäftigten wir uns näher mit der Thematik IoT und den Auswirkungen der Zukunft. Über Anregungen oder ideenreiche Diskussionen, sowie Kritik – freue ich mich sehr!

Bis bald und herzliche Grüße aus Frankfurt!

 

Portrait

 

Daniel Joseph

Practice Lead Germany
Technology, Data, Digital, Strategy & Change

Morgan Philips Executive Search Germany

 

 

 

1 Vgl. Mattern/Flörkemeier, 2010, S. 1
2 Vgl. Faz.Net, 2015, Zugriff: 24.12.2016
3 Vgl. Mattern/Flörkemeier, 2010, S. 1 
5 Vgl. e&i Elektrotechnik und Informationstechnik, 2016, S. 2
6 Ebenda, S. 2
7 Vgl. Mattern/Flörkemeier, 2010, S. 2
8 Ebenda, S. 2
9 Vgl. ebenda, S. 2 
10 Vgl. Brand et al. 2009, S. 13
11 Vgl. ebenda, S. 14
12 Ebenda, S.14
13 Vgl. ebenda, S. 15
14 Ebenda, S. 15

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