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Blog: Cyber-Security, Ausgabe 4, September 2018

Zu Beginn lässt sich artikulieren, dass der Datenschutz den Schutz der Privatsphäre eines jeden Menschen umfasst.40 Die folgende Definition erweist sich als angemessen, um dem Leser die Begrifflichkeit klar zu explizieren: „Der Begriff wurde gleichgesetzt mit Schutz der Daten, Schutz vor Daten oder auch Schutz vor „Verdatung“. Im englischen Sprachraum spricht man von „privacy“ (Schutz der Privatsphäre) und von „data privacy“ (Daten-schutz im engeren Sinne). Im europäischen Rechtsraum wird in der Gesetzgebung auch der Begriff „data protection” verwendet“ .41

Datenschutz bekommt eine größere Bedeutung durch die Digitalisierung

Der Datenschutz ist mittels des technischen Fortschritts stetig gestiegen. In Anbetracht der Digitaltechnik ist die Datenerfassung immer einfacher geworden. Die verschiedenen Akteure sind an den personenbezogenen Informationen stark interessiert. Die weltweite Vernetzung u.a. durch das IoT, gefährdet den Datenschutz. Vermehrt werden IT-Aufgaben in Länder outgesourct, in denen deutsche oder europäische Vorschriften keine Anwendung finden. Dies ermöglicht den ausländischen Regierungen den Zugang zu bestimmten Daten. Aus diesem Grund ist eine effektive Durchsetzbarkeit des Datenschutzes eine signifikante Intention für die Beauftragten.42 Wie bereits in den ersten Ausgaben referiert, wird durch das Internet der Dinge der Privatbereich eines Menschen zu einer offenen Struktur. Die vernetzten Objekte sammeln jegliche Daten und werten diese aus.

Rechtlicher Schutz

Demnach wird der Datenschutz von IoT-Anwendungen durch die Erhebung, Verarbeitung von Daten, ungenügende Zugriffskontrollen und Verschlüsselung stark beeinträchtigt. Darüber hinaus besteht noch ein mangelnder Schutz in dem Datenschutz im IoT.16 Handhabung der Daten und den Prozessen der verschiedenen Betreiber.43 „Neun von zehn der 2014 untersuchten IoT-Geräte verarbeiten mindestens eine personenbezogene Information, sodass die dringende Notwendigkeit eines effektiven Datenschutzes unmittelbar klar wird.“44 Die rechtlichen Rahmenbedingungen zeigen, dass es aktuell noch keine eindeutigen rechtlichen Regelungen für die Daten gibt. Sowohl die Hersteller der Objekte, als auch die Nutzer haben die Möglichkeit, die Rechte an den Daten herzuleiten. Diese Lücke führt dazu, dass die Datenschutzregelungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen angesetzt werden und dadurch den Nutzer der Daten bereits bestimmt wird.45 Das Internet der Dinge unterliegt weitaus mehr Gefahren als das Internet, wie wir es heute kennen. Die datenschutzrechtlichen Vorgaben, welche aktuell noch Geltung finden, können in naher Zukunft nicht mehr konkret angewandt werden. Hier müssen innovative Lösungsansätze herhalten, welche die Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität sicherstellen. Es ist signifikant, dass die Entwicklung auf politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene substantiiert wird. Die möglichen Lösungsansätze werden später genauer dargestellt.46

In der nächsten Ausgabe beschäftigten wir uns näher mit dem Thema Datensicherheit und Informationssicherheit, sowie datenschutzrechtliche Herausforderungen . Über Ihre Meinungen oder ideenreiche Diskussionen sowie Kritik – freue ich mich sehr!

Bis bald und herzliche Grüße aus Frankfurt!

 

 

Portrait

Daniel Joseph

Practice Lead Germany
Technology, Data, Digital, Strategy & Change

Morgan Philips Executive Search Germany

 

 

40 Vgl. Datenschutz-Notizen, (o.J.), Zugriff: 23.10.2016
41 JuraForum (o.J.), Zugriff: 23.10.2016
42 Vgl. ebenda, Zugriff: 23.10.2016
43 Vgl. heise Developer, 2015, Zugriff: 24.10.2016
44 Ebenda, Zugriff: 24.10.2016
45 Vgl. ebenda, Zugriff: 24.10.2016
46 Horvath, 2012, Zugriff: 25.10.2016

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